Gründe, eine neue Heizung zu kaufen, gibt es viele. Zum einen können der Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten gesenkt werden. Darüber hinaus werden unnötige CO2-Emissionen reduziert, wodurch die Umwelt entlastet wird. Mit staatlichen Förderungen von bis zu 45 Prozent wird der Kauf moderner Heizungssysteme attraktiv gestaltet.

Zahlreiche veraltete Heizungen in Deutschland

Laut Umweltbundesamt sind Heizungen ab einem Alter von 15 Jahren nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Ein großer Anteil der Heizungsanlagen in Deutschland ist demnach veraltet. Der Heizungsfinder Sanierungsatlas gab hierzu folgende Zahlen bekannt: Von insgesamt 14,6 Millionen Gas- und Ölkesseln in Deutschland sind rund die Hälfte älter als 15 Jahre. Anders gesagt: Jeder siebte Haushalt in Deutschland verfügt über einen über 15 Jahre alten Gaskessel. Jeder elfte Haushalt verfügt über einen Ölkessel, der älter als 15 Jahre ist.

Werden die einzelnen Bundesländer betrachtet, fällt Folgendes auf: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Sachsenanhalt und Berlin sind die Länder mit den meisten veralteten Gaskesseln, was diese Grafik sehr schön veranschaulicht:

Quelle: Heizungsfinder Sanierungsatlas

Der Bedarf der Bewohner, ihre alte Gasheizung gegen eine neue Heizung zu ersetzen, ist in diesen Ländern also am größten. Etwas anders sieht dies bei den Ölheizungen aus. Hierbei schneiden die Bundesländer Rheinland-Pfalz und das Saarland am schlechtesten ab. Nordrhein-Westfalen zählt diesbezüglich zu den vorbildlichsten Bundesländern, wie die nachstehende Grafik veranschaulicht:

Quelle: Heizungsfinder Sanierungsatlas

Alte gegen neue Heizung ersetzen, lohnt sich

Auch wenn NRW bei den Ölheizungen vergleichsweise gut abschneidet, verfügen immer noch genügend Haushalte über eine alte Ölheizung – und das auch in NRW. Sowohl eine veraltete Öl- als auch Gasheizung sollten gegen eine neue Heizung dringend ausgetauscht werden.

Energieverbrauch durch neue Heizung senken

Die Heizung ist in Haushalten für das größte CO2-Erzeugnis verantwortlich. Dies ist nicht nur in Bezug auf den Klimaschutz von großer Bedeutung. Gleichzeitig bedeutet dies nämlich auch, dass veraltete Heizungen mehr Energie verbrauchen, als notwendig wäre und damit die Energiekosten in die Höhe treiben.

Laut heizung.de entfallen 70 Prozent des jährlichen Energiebedarfs auf die Bereitstellung von Wärme und warmen Wasser. Wenn die Kosten für den Energiebedarf gesenkt werden wollen, wäre dieser Bereich daher bevorzugt zu beachten, so heizung.de. Wenn Sie eine neue Heizung kaufen, fallen zunächst einmal Investitionskosten an. Allerdings reduzieren sich die Stromkosten um ein Vielfaches, so dass sich die Anfangsinvestition bereits nach wenigen Jahren amortisiert.

Energetische Sanierung senkt Kosten

Eine energetische Sanierung macht gerade bei Bestandsgebäuden ebenfalls Sinn. In Deutschland wird bevorzugt mit Erdgas geheizt. Der jährliche, durchschnittliche Energieverbrauch liegt laut heizung.de bei etwa 16 m³ / Quadratmeter Wohnfläche. Der Wert steigt, je älter das Gebäude ist.

Bei einem durchschnittlichen Gaspreis von 6,06 Cent / Kilowattstunde würden in einem vor 1977 erbauten Gebäude rund 1.700 Euro jährlich an Kosten anfallen. Ein KfW-Effizienzhaus würde mit Kosten in Höhe von etwa 500 Euro auskommen. Bei einem Passivhaus reduzieren sich die Kosten sogar auf etwa 130 Euro.

Wer über eine energetische Sanierung nachdenkt, sollte einen Energieberater bzw. Sachverständigen für Energie- und Gebäudemanagement hinzuziehen. Er kann genau einschätzen, welche Maßnahmen in Ihrem Objekt Sinn machen würden und welche Auswirkungen sie auf den Energieverbrauch hätten. Die Kosten für den Sachverständigen werden vom Staat getragen.

Neue Heizung wird staatlich gefördert

Darüber hinaus macht das aktuelle Klimapaket der Bundesregierung die Entscheidung leicht, eine neue Heizung zu kaufen. Denn ab 2020 fallen die Förderungen nochmals weitaus höher aus. Wer also eine neue Heizung kaufen möchte, profitiert ab sofort von Förderungen von bis zu 45 Prozent. Die Förderung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) variiert je nach Heizungstyp.

Dies bedeutet: Die BAFA gewährt Förderungen zwischen 20 und 30 Prozent beim Kauf einer neuen Heizung. Wird die neue Heizung gegen eine alte Ölheizung ersetzt, können bis zu 45 Prozent Förderung beantragt werden. Eigentümer einer alten Ölheizung profitieren deshalb am meisten, wenn sie sich für eine moderne, neue Heizung entscheiden. Darüber hinaus gewährt die KfW Kredite von bis zu 120.000 Euro und attraktive Zuschüsse.

Neue Heizung – Worauf muss ich achten?

Bevor Sie eine neue Heizung kaufen, ist es zudem ratsam, eine Heizlastberechnung durch einen Sachverständigen durchführen zu lassen. Denn je nach Heizlast eines Objekts kann die Entscheidung auf einen anderen Wärmeerzeuger fallen. Die Kosten für die Heizlastberechnung werden ebenfalls staatlich gefördert.

Wenn Sie sich dazu entschließen, eine neue Heizung zu kaufen, kann ein Fachberater Sie individuell auf Ihre Situation hin beraten.  So macht es beispielsweise keinen Sinn, sich eine Gasheizung anzuschaffen, wenn kein Gasanschluss vorliegt. Eine Pelletheizung nimmt durch das Pelletlager sehr viel Platz in Anspruch. Der Wechsel von einer alten Ölheizung auf eine Pelletheizung wäre daher beispielweise unproblematisch, weil die alten Öltanks entfernt und damit Platz schaffen würden.

Zudem bietet jede moderne Heizung andere Vorteile. Damit Ihre neue Heizung auch bei Ihnen das effizienteste Ergebnis hervorruft, sollten Sie sich über Ihre individuellen Möglichkeiten beraten lassen. Zögern Sie daher nicht, das nachstehende Kontaktformular in Anspruch zu nehmen.

Markus Grefkes

Markus Grefkes

Gründer und Geschäftsführer der Planungs GmbH Grefkes

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